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Mitgliederversammlung des DJB in Potsdam
Daniel Keller (Brandenburg) wird neuer DJB-Präsident

Peter Frese wird zum Ehrenpräsidenten ernannt und Carl Eschenauer wird Vize-Präsident Breitensport.

Der zweite Tag der DJB-Mitgliederversammlung in Potsdam begann mit Grußworten von Andreas Gerlach, Vorstandsvorsitzender des Landessportbundes Brandenburg, und Dr. Andreas Hoeppner vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg.

n seinem letzten Bericht als DJB-Präsident ging Peter Frese auf die Judo-Weltmeisterschaften in Tokio ein. Mit dem Verlauf war er sehr unzufrieden: "So viel Pech haben wir noch nie gehabt!" In allen anderen Bereichen ist es abgesehen von der U18 im vergangenen Jahr gut gelaufen. Insbesondere erwähnte er hier noch einmal die Kata-Weltmeister Ulla Loosen und Wolfgang Dax-Romswinkel. Weiter ging er auf das Judo-Festival in Bayern, Schutz von Kindern vor Missbrauch und die Vorkommnisse der letzten Wochen, die durch die Medien gingen, ein: "Ein Judo-Repräsentant sollte Werte vertreten." Peter Frese blickte zurück auf die Turniere in Hamburg und den Grand Prix und Grand Slam in Düsseldorf. Er bedauerte, dass der Stützpunkt in Leipzig aufgegeben werden muss. Richtig war die Entscheidung, in Brandenburg den Stützpunkt von Frankfurt/Oder nach Potsdam zu verlegen.

Zum Abschluss wünschte Peter Frese seinem Nachfolger viel Erfolg und bedankte sich bei den Anwesenden mit den Worten: "Die Zeit als DJB-Präsident war die schönste Zeit in meinem Leben!" Nach lang anhaltendem Applaus übernahm Matthias Schießleder, der Vorsitzende des Ehrenrates, das Wort: "Peter Frese hat einen unheimlichen Einsatz gezeigt. Er ist ein erfolgreicher Präsident." Er stellte den Antrag, Peter Frese zum DJB-Ehrenpräsidenten zu ernennen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Wolf-Dietrich Kurt, der vor 28 Jahren zum ersten Mal zum Schatzmeister des DJB gewählt wurde und seitdem dieses Amt bekleidet hat, wurde einstimmig zum Ehrenmitglied des DJB gewählt.

Die amtierenden Präsidiumsmitglieder erklärten ihren Rücktritt zum Termin der Eintragung der neuen Satzung in das Vereinsregister beim Amtsgericht. Anschließend erfolgten die Neuwahlen des Präsidiums nach der neuen Satzung.

Daniel Keller und Norbert Specker wurden für das Amt des DJB-Präsidenten vorgeschlagen und stellten sich zur Wahl. In geheimer Abstimmung wurde Daniel Keller mit 30 Stimmen zum neuen DJB-Präsidenten gewählt. Norbert Specker erhielt 28 Stimmen. Zu Vizepräsidenten wurden gewählt:

Vizepräsident Verbandsentwicklung: Andreas Kleegräfe (NRW)
Vizepräsident Breitensport: Carl Eschenauer (Rheinland)
Vizepräsident Finanzen: Thomas Schynol (Hamburg)
Vizepräsident Leistungssport: Egbert von Horn (Niedersachsen)
Vizepräsidentin Medien/Öffentlichkeitsarbeit: Renate Goschin (Berlin)

Das Präsidium wird ergänzt durch die Vertreter der Jugend und der Athleten.

Folgende Anträge fanden die Mehrheit der Landesverbandsvertreter:

Der Deutsche Jugendpokal wird ab 2020 nur noch in den Altersklassen U15 und U18 durchgeführt.

- Bei allen DJB-Veranstaltungen hat die veränderte internationale Coachingregel Gültigkeit.
- Bei den Deutschen Meisterschaften Ü30 wird auf die Pflicht DJB-Rückennummern zu tragen verzichtet.
- In den Altersklassen U15, U18 und U21 wird bei offiziellen DJB-Veranstaltungen grundsätzlich nach dem Doppel-KO-System gekämpft.
- An der Finalrunde der Frauen-Bundesliga nehmen die zwei ersten Mannschaften der Bundesebenen Nord und Süd, insgesamt also vier Mannschaften, teil.

Die Kosten für die Wettkampflizenz wurden erhöht auf 16,00 Euro für die Neubeantragung und auf 12,00 Euro für die Verlängerung. Die Mehreinnahmen sollen für die finanzielle Unterstützung der DJB-Veranstaltungen in Form von Zuschüssen an die Ausrichter verwendet werden.

Abgerundet wurde die Mitgliederversammlung durch ein interessantes Referat von Ruben Houkes zum Thema "Judo in Schools".

Text: Deutscher Judo-Bund e.V. (DJB)
Bild: Privat

erstellt: Carl Eschenauer, 11.11.2019
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