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Kata-Meisterschaft der Landesverbänden Pfalz, Rheinland und Saarland in Montabaur
Zusammen mit Schirmherr Landrat Achim Schwickert eröffnete Ernst Elenz die diesjährige Kata-Meisterschaft der Landesverbänden Pfalz, Rheinland und Saarland in Montabaur. Er konnte 35 Katapaare in den unterschiedlichsten Kata und zahlreiche Zuschauer in der Kreissporthalle Montabaur begrüßen.
Wir freuen uns, mit der Ausrichtung dieser besonderen Meisterschaft betraut worden zu sein“, meint Ernst Elenz als erster Vorsitzender der Sportfreunde Montabaur aktiv, „bereits im Jahr 2003 konnten wir die Deutsche Kata Meisterschaft in Montabaur ausrichten. Als Bundeskatawertungsrichter oblagen Ernst Elenz (6. Dan, rot-weißer Gürtel) und dem Vizepräsidenten des JVR Eckhard Katluhn (5. Dan, schwarzer Gürtel) die sportliche Leitung. Unterstützt wurden die beiden durch zwei weiteren Bundeskatawertungsrichter sowie vier Landeskatawertungsrichter, so dass acht Wertungsrichter für eine kritische, aber kompetente Bewertung zur Verfügung standen.
Fast hätte man eine Stecknadel fallen hören können – mit so viel Ruhe, Präzision und Konzentration nahmen sowohl die aktiven Judoka als auch deren Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Tribünen an der diesjährigen Katameisterschaft der Judoverbände der Pfalz, des Rheinlandes und des Saarlandes teil. Neben den Paaren aus den Landesverbänden Pfalz, Rheinland und Saarland starteten noch sechs Paare aus anderen Landesverbänden. Im Besondern zu erwähnen ist der Start eines Paar aus Frankreich, die wie alle Fremdstarter, außer Konkurrenz gestartet sind. Landrat Schwickert gestand ein, dass seine Sportart das Tischtennis sei. Judo und Kata seien Ihm bis jetzt fremd gewesen. Besonders hat ihm die konzentrierte Ruhe bei den Katavorführungen beeindruckt. Er freute sich, dass die Katameisterschaft nicht nur überregionales, sondern auch internationales Flair in die Wäller Kreisstadt brachte. Nach dem Begründer des Judos, Professor Jigoro Kano, ist Kata die stilisierte Form des Kampfes gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner mit festgelegter Serie von Techniken, vergleichbar etwa mit der Pflichtvorführung beim Eiskunstlauf. Und so maßen sich in der Nage-no-Kata (Form des Werfens) in der U18 zwei Paare, in der Erwachsenenriege dieser Kata nahmen weitere 13 Paare teil. In der Nage-waza- ura-no-Kata (Form der Konterwürfe nach Kyuzo Mifune) stellten sich drei Paare den Wertungsrichtern, in der Katame-no-Kata (Form der Kontrolle, auch Boden Kata) fünf. In der Kodokan Goshin-jutsu (Selbstverteidigungstechniken des Kodokan) starteten zwei Paare. In der Kime-no-Kata (Form der Entscheidung) gab es ein Starterpaar, während in der Ju-no-Kata (Form des Nachgebens oder der Geschmeidigkeit) drei Paare an den Start gingen. Mit dem Antritt dreier Paare in der Koshiki-no-Kata (Form der antiken Techniken) ging die Meisterschaft in ihre Schlussrunde. Alle Siegerinnen und Sieger wurden entsprechend ihres Platzes mit einer Medaille geehrt, alle Aktiven erhielten eine Urkunde. Für manchen Judoka gilt die Demonstration der gewählten Kata als wichtiger Baustein einer weiteren Meisterprüfung, der sogenannten Danprüfung. Der Wanderpokal für den erfolgreichsten Verein ging wieder in die Vitrine aus der er kam, nämlich zum JSV Speyer.
erstellt: Jürgen Sabel, 26.05.2019
Weitere Datei: Ergebnisse Kata-Meisterschaft 2019
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