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Der Judoverband Rheinland trauert um Wilfried Hofmann
Kurz vor Ende des Jahres erreichte die Judoka des Judoverbandes Rheinland eine traurige Nachricht. Wilfried Hofmann (TuS Hackenheim) ging für immer von uns im Alter von nur 70 Jahren.
Der Hackenheimer verstarb am 12.12.18 und wurde am 20.12.18 im engsten Familienkreis beigesetzt. Wilfried Hofmann betrieb seit 1962 den Judosport. Von 1965 bis 1972 wurde er fünfmal Rheinlandmeister und qualifizierte sich in dieser Zeit achtmal in Folge für die Deutschen Meisterschaften. Seinen größten Erfolg erkämpfte er sich 1969 mit einem dritten Platz bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Junioren in Weiden in der Oberpfalz.

1978 gründete er im TuS Hackenheim die Judoabteilung und baute eine sehr leistungsstarke Sektion auf, die er bis 2015 führte, bevor er das Amt an Stefan Maxeiner weitergab. Er war ununterbrochen als lizenzierter Trainer mit Trainer-C-Lizenz und als Kampfrichter mit Bundeslizenz tätig. Dabei setzte er seinen Schwerpunkt stets auf die Jugendarbeit. Mehr als 162 Rheinland Titel und 16 Südwest-Titel haben seine Schützlinge erkämpft. Rund 100 Judoka nahmen unter seiner Regie an Deutschen Meisterschaften teil. Sechs Judoka wurden sogar in den erweiterten Nationalkader berufen. Von 1994 bis 2004 hatte Wilfried Hofmann auch das Judo-Training beim TuS Wöllstein übernommen und diesen Verein im Bezirk Rheinhessen/Nahe an die Spitze geführt.

Vize-Meistertitel, viele Platzierungen bei Südwestdeutschen Meisterschaften und vier Teilnahmen mit seinen Teams an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften machten die Region Hackenheim auch national bekannt.

Für den JVR war er als Kampfrichter, Kampfrichterreferent im Bezirk Rheinhessen/ Nahe und als Bezirksleiter im Bezirk Rheinhessen/ Nahe tätig und betreute viele Judoka auch bei Verbandsmaßnahmen deutschlandweit. 2008 wurde ihm vom JVR der 2. DAN verliehen und 2013 der 3. DAN Grad. Bereits 2001 erhielt er die Goldene Ehrennadel des JVR (Bronze 1988, Silber 1993).

Am 26.09.11 erhielt er, u.a. mit dem mittlerweile auch verstorbenen Heinrich Sprau (JSV Speyer), die höchste Auszeichnung des Landes Rheinland-Pfalz im Ehrenamt. Im Rahmen einer Feierstunde in Mainz überreicht Innenminister Roger Lewentz die vom Ministerpräsidenten verliehene Verdienstmedaille des Landes.

Minister Lewentz sprach damals folgende Worte: „Dank solch vorbildlich handelnder Persönlichkeiten wie Ihnen steht Rheinland-Pfalz bundesweit mit an der Spitze beim Freiwilligenengagement. Sport verbindet und integriert. Die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz steht somit als Sinnbild für das vielfältige Engagement zum Wohle der Gemeinschaft und des Sports.“

Dieses Zitat passt wohl, wie kaum ein anderes, auf Wilfried Hofmann, der Jahrzehnte für den Judosport täglich in den verschiedensten Positionen tätig war.

Möge die Zeit den tiefen Schmerz heilen. Die guten Erinnerungen kann uns niemand nehmen.

Mit stillem Gruß

Carl Eschenauer
-Präsident-

erstellt: Carl Eschenauer, 31.12.2018
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