Judoverband Rheinland >> Aktuell >> Nachrichtd}

Weckmann Turnier mit Inklusiv Wettbewerb
Weniger Teilnehmer und verschiedene Titelkämpfe / Inklusiver Wettbewerb eine Bereicherung
BAD KREUZNACH - Teilnahme an den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im G-Judo in Mühlheim für Sportler mit Beeinträchtigungen, in eigener Halle die Rheinland-Meisterschaft für Männer und Frauen, die international besetzten offenen Kata Rheinlandmeisterschaften des Ju-Jutsu Verbands Rheinland und dazu das beliebte Weckmannturnier: Für die Judoka des VfL Bad Kreuznach war es ein echtes Großkampfwochenende. Im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe stand das Traditionsturnier um die gebackenen Pfeifenmännlein als Namensgeber, das als inklusive Veranstaltung ausgetragen wurde. Es war die erste Judoveranstaltung in Rheinland-Pfalz bei der beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Sportler auf Matten nebeneinander ihr Können unter Beweis stellten. Der Termin war für die geistig beeinträchtigten Sportler allerdings nicht ganz so glücklich, da am Tag zuvor die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften stattfanden und potenzielle Teilnehmer nicht zwei Tage hintereinander weit fahren wollten.
G-Judoka beleben das Traditionsturnier So waren es nur 15 G-Judoka, davon 13 Lokalmatadoren zwischen 12 und 48 Jahren von VfL, Lebenshilfe und der Don Bosco-Schule. „Als wir den Termin festlegten, war die DM noch nicht terminiert“, bedauerte der langjährige VfL-Trainer Jürgen Teutsch, der seit 2004 auch im Behindertenbereich und teils auch inklusiv trainiert und all seine Schützlinge beim Heimspiel ins Rennen geschickt hatte. Angefangen mit dem Training der beeinträchtigten Sportler hatte 1995 VfL-Judoka Wojtek Janik, der bei der Lebenshilfe arbeitete. Als er zurück in seine Heimat nach Polen ging, übernahm Teutsch diese wichtige Aufgabe. „Judo fördert die koordinativen Fähigkeiten, das Selbstbewusstsein und die klaren Regeln übertragen sich in den Alltag“, erläuterte er die Vorzüge dieses Sports. Er ist froh, dass sich G-Judo (G steht für gehandicapt) einer zunehmenden Akzeptanz erfreut, gerade gab es die erste WM, an der er mit zwei Schützlingen teilnahm. Im kommenden Jahr werden in Bad Kreuznach die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften ausgetragen, die dann das Weckmannturnier zusätzlich beleben könnten, wenn manche Sportler hier ein ganzes Wettkampfwochenende mit Übernachtung verbringen. Bei den G-Judoka freuten sich Markus Höblich, Vizeweltmeister Torsten Richter, Yves Teubel, Dennis Lam, Jenny Schnorbach und Sakia Lenz über Turniersiege. Teilnehmerzahl hat sich um 20 Kämpfer verringert Durch das zusätzliche Wettkampfangebot konnte jetzt der Schwund beim U15-Turnier etwas aufgefangen werden. „Wir haben rund 20 Kämpfer weniger als im vergangenen Jahr“, seufzte Judo-Sektionsleiter Andreas Ziegelmeyer über nur noch 70 Teilnehmer, darunter wie immer ganz wenige Mädchen. Er selbst hatte in dieser Altersklasse auch nur vier Jungs und kein Mädchen im Rennen, 2018 kann man aber wohl gleich vier VfL-Kämpferinnen die Daumen drücken. Jetzt konnte man mit Daniel Schweizer einen Turniersieger feiern, der allerdings auch nur einen Gegner hatte. Alexander Piorev verlor nach guten Vorkämpfen seinen Kampf um Platz drei und wurde Fünfter. Ben Velten und Martin Becker hatten in ihren Klassen starke Gegner und schieden nach je zwei verlorenen Kämpfen aus. Nele Petry, Josefine Günther und Attila Icen vom TuS Hackenheim holten jeweils dritte Plätze. Der Wanderpokal für den besten Verein ging an den JC Worms.
erstellt: Jürgen Sabel, 26.11.2017
Übersicht Drucken