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Judoverband Rheinland kämpft um Neustart
Kontroverse Diskussionen bestimmten die jüngste Mitgliederversammlung des Judoverbandes Rheinland in Löf (Mosel). Präsident Carl Eschenauer, seit Januar 2016 im Amt, musste den Vereinsvertretern die noch lückenhafte Aufarbeitung der Kasse für die Jahre 2014 und 2015 vorlegen.
Ursache für den mangelhaften Finanzbericht  war die ausgebliebene Mitarbeit des alten Präsidenten Frank Doetsch, der die für die ordentliche Kassenführung notwendigen Belege, trotz mehrfacher Aufforderung, schuldig blieb.  Konsequenterweise folgte die Versammlung dem Votum der Kassenprüfer, den ehemaligen engeren Vorstand (Präsident Frank Doetsch, Vizepräsident Bruno Willems und Schatzmeisterin Melitta Scheidt) für die beiden vergangenen Jahre nicht zu entlasten. Das restliche Präsidium wurde entlastet. Die Vertreter der 76 Mitgliedsvereine und der über 4400 Judoka im Verband erteilten dem neuen Präsidium so einstimmig den Auftrag, die Vorgänge lückenlos aufzuklären und eine ordnungsgemäße Übergabe mit allen Mitteln durchzusetzen. „Ich bin aber dankbar dafür", so Präsident Eschenauer, "dass die Vereinsvertreter sich die Zeit genommen haben, neben der leidigen Verwaltung auch an der Weiterentwicklung des Judo mitzuarbeiten". So wurden eine neue Kampfrichter- und Prüfungsordnung einstimmig beschlossen und Anträge der Vereine zur Reform der Fortbildung im Verband angenommen.
Als Gäste der Jahreshaupt versammlung konnten die Mitglieder des JVR Ortsbürgermeister Rudi Zenz /Bild oben, ganz rechts) begrüßen und den Ehrenpräsidenten Karl-Heinz Dott und Ehrenmitglied Franz-Josef Hesch. Helger Weingarten (TV Bad Salzig) wurde vom Verband für sein jahrzehntelanges Engagement im Wettkampf- und Jugendbereich mit der Verleihung des zweiten Meistergrades (II. DAN) ausgezeichnet. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Jürgen Sabel und Lars Ferrlein (beide TV Cochem) mit der silbernen Ehrennadel des Verbandes. „Das neue Präsidium will die Altlasten so schnell wie möglich abarbeiten um sich wieder auf die Arbeit für die sportliche Entwicklung konzentrieren zu können." Dieses Fazit konnte Eschenauer zum Schluss der Versammlung fast erleichtert ziehen. Die sachorientierten Diskussionen machen Hoffnung auf einen doch noch erfolgreichen Neustart des Verbandes.
erstellt: Jürgen Sabel, 23.05.2016
PDF-Dokument: Hier das Protokoll der Mitgliederversammlung 2016
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